Donnerstag, 24. April 2014

Party!

Am 1. Ferienwochenende war ich auf einer Party. Es war die verspätete Geburtstagsparty einer meiner Freundinnen. Sie hatte das echt gut organisiert. Wir haben in einem Partyraum gefeiert, der wirklich gut ausgerüstet war. Es gab verschiedene Lichteffekte, Diskokugel, Schwarz- und Strobolicht, eine Nebelmaschine.... Und an Essen hat es auch nicht gefehlt. Wir haben ewig getanzt und gelacht. Quelle soirée. =D

Donnerstag, 17. April 2014

April - Deutschland - schonwieder Ferien =D

Anfang April war ich in Deutschland. Aber anders als viele meiner Freunde dachten, habe ich nicht meine Familie dort besucht. Ich war in Breisach, im Süden Deutschlands, direkt an der Grenze zu Frankreich. Also war ich weiter von meinem  deutschen als von meinem französischen zu Hause entfernt. Hingefahren bin ich mit meinen 2 meiner besten Freundinnen und anderen Leuten aus den verschiedenen Deutschkursen vom Lycée. Der Sinn dieser Sprachreise war eine sogenannte "Drittort-Begegnung". D.h. eine deutsche Klasse und eine französische Klasse (wir) wohnen zusammen in einer Jugendherberge und unternehmen gemeinsam etwas. Ich war mit Mélanie und Noluen in einem 6er-Zimmer mit 3 deutschen Mädchen (die Zimmer waren immer halb deutsch - halb französisch). Den 1. Tag habe ich so getan, als sei ich Französin und musste mich echt anstrengen nicht irgendetwas Deutsches zu antworten, wenn die Deutschen in unserem Zimmer sich unterhalten haben. Auf Bitten meiner Freundinnen (sonst wäre es nie zu einem richtigen Gespräch in unserem Zimmer gekommen) habe ich mein "Geheimnis" dann aber am Folgetag verraten. Ich könnte heut noch über die Gesichter unserer Zimmergenossinnen lachen =D Danach waren wir wohl das Zimmer, das am meisten untereinander kommuniziert hat. Diese Rolle als Übersetzerin hat mir richtig Spaß gemacht und ich habe es einfach genossen, alle Gespräche, ob deutsch oder französisch zu verstehen. Bei den Gruppenbildungen konnte ich mir meistens sogar aussuchen, ob ich als Deutsche oder als Französin zähle.
Am Montag haben wir Teamtraining gemacht. Das war relativ lustig und hat uns echt zusammengeschweißt.
Am Dienstag ging es nach Freiburg, wo wir sogar Jogi Löw in seinem Lieblingscafé gesehen haben. Und Mittags haben wir eine "echte Freiburger Bratwurst" gegessen.
Mittwochs haben wir das Projekt "Rheintag" durchgeführt. Unsere Gruppe (halb deutsch - halb französisch) hat ein Theaterstück der Lorelei aufgeführt. Wir haben sogar die französische Grenze zu Fuß überquert an diesem Tag.
Am Donnerstag ging's dann auf die französische Seite nach Colmar. Die Stadtrallye dort haben wir sogar gewonnen. Wir hatten nachmittags viel Freizeit. So konnten wir noch Shoppen gehen.
Freitag fuhren wir auch schon wieder nach Hause. Es war eine sehr schöne Zeit, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mosaique des Photos du Voyage
 
Jogi Löw
 
Die Freiburger Kathedrale
 


Jetzt habe ich schon Osterferien. Ich kann wieder einmal nur sagen, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Ostern werden wir bei den Großeltern in der Bretagne verbringen. Hier ist einfach nur Sommerwetter. Es ist viel zu heiß um noch mit Jacke oder Pulli rumzulaufen und geregnet hat es schon lange nicht mehr. Also nichts mit Aprilwetter ;)
Jetzt ist Sommer

Sonntag, 9. März 2014

Frühling =)

Jetzt geht auch schon wieder die 1. Woche nach den Ferien zu Ende. Hier fliegt die Zeit, denn es ist immer was los. Letztes Wochenende war ich samstags mit meinem Gastvater (Marco) in Fontainebleau und sonntags mit meinem Gastvater und meinem Gastbruder Schlittschuhlaufen. Es war zwar "nur" Plastikeis und Schlittschuhe, die eine Mischung aus Inlinern und Schlittschuhen waren, es hat aber trotzdem Spaß gemacht. Danach war mein Gastbruder leider megaschlecht gelaunt und ich hatte eine dicke Blase am Fuß. Diesen Samstag war ich vormittags in der Schule. währenddessen sind der Cousin und die Cousine meiner Gastgeschwister angekommen. Wir haben alle zusammen Mittag gegessen. Dann bin ich mit dem Fahrrad in Richtung Lycée gefahren, wo ein deutsches Mädchen, Julia, die einen Austausch für 3 Monate macht, auf mich gewartet hat. Sie ist zwar erst 14 aber eigentlich ganz nett (wenn auch manchmal nervig). Aber das fand ich alle mal besser als zuhause zu bleiben. Zumal es gestern richtig sommerlich war. War ich in der Woche noch in meinen dicksten Wintermantel eingemummt, konnte ich gestern nur mit einem Pullover durch die Gegend fahren. Sogar mit dem Pullover war mir noch relativ warm. Über Nacht sind ganze Felder von Gänseblümchen und Löwenzahn aufgetaucht. Julia hat mir Waveboarden beigebracht. Das macht riesig Spaß. Sie hatte ihr eigenes mit. Sie hat sogar Inliner mitgenommen. Bei dem Anblick wurde ich richtig neidisch, denn ich war den ganzen Frühling und Sommer vor dem AJ fast jede Woche Inliner gefahren. Mitnehmen konnte ich sie aber leider nicht im Flugzeug. Julia konnte das alles mitnehmen, weil sie und ihre Eltern mit dem Wohnwagen nach Frankreich gekommen sind. Nach einer Weile stieß dann noch ihre Austauschpartnerin Marion auf uns. Sie hat auch ihr eigenes Waveboard. Zusammen sind wir dann noch eine Weile auf einem Platz hinter der Post umhergefahren. Wir werden uns jetzt wohl öfter verabreden. Wir reden dann zwar deutsch, aber hängen wenigstens nicht dumm zuhause rum. Ich freue mich schon auf Mittwoch. Da kann ich hoffentlich wieder Waveboard fahren. =)
Heute sind Freunde meiner Gasteltern mit ihren 4! Kindern, davon ein Zwillingspaar angekommen. So haben wir hier 7 Kinder im Alter von 1-7 Jahren. Aber 2 fahren heute Abend ab und die restlichen 4 morgen. Meine Gastschwester bleibt natürlich hier.

Montag, 24. Februar 2014

Winterferien - Bretagne

Irgendwie habe ich das Gefühl, in Frankreich gäbe es viel öfter und länger Ferien. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Zeit hier so schnell vergeht. Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, habe ich grade Winterferien. In der 1. Woche war ich mit der ganzen Familie in der Bretagne bei den Gastgroßeltern. Es war superschön da. Ich konnte endlich mal wieder das Meer sehen, auf Felsen klettern, von denen man einen wunderschönen Blick auf die Landschaft hatte und ein paar große Jakobsmuscheln sammeln. Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nie solch große Muscheln am Strand gesehen habe. Sie sind fast handtellergroß. Leider war das Interesse meiner Gastgeschwister, insbesondere das meiner größeren kleinen Gastschwester nicht so groß, weswegen sie eigentlich fast den ganzen Tag im Haus blieben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie dort schon so oft waren. Wir sind sogar Bowlen gefahren (ich habe gewonnen =D) und ins Kino zu "Les 3 Frères" gegangen. Freitag mussten wir aber leider schon wieder zurück. Mein Gastbruder ist dageblieben, um in der 2. Ferienwoche beaufsichtigt zu werden. Meine kleine Gastschwester ist direkt danach mit Verwandten und deren Kindern in den Skiurlaub gefahren.
Am Sonntag war ein Kumpel meines Gastvaters da. Zusammen mit ihm, meinem Gastvater und meiner Gastmutter (meine Gastschwester hatte keine Lust) sind wir in den Wald gefahren und auf die Felsen dort geklettert. Auf einem besonders großen konnten wir sogar den Eiffelturm und den Tour Montparnasse sehen. Danach waren wir noch auf einem Feld um Drachen steigen zu lassen. Aber nicht solche Kinderdrachen. Wir hatten einen Lenkdrachen (einen anderen hatten wir schon in der Bretagne steigen lassen) und ein großes Segel. Es hatte 3,50m Spannweite und hat mich fast hochgehoben, als ich es ausprobieren durfte. Es macht total Spaß, auch wenn ich mich 2 Mal mitten auf dem matschigen Feld hingepackt habe.
Das Haus zwischen 2 Felsen an der rosanen Granitküste
 
MEER
 
eine Jakobsmuschel - coquille Saint-Jaques
 
Drachen steigen =D

Sonntag, 2. Februar 2014

Wilkommen bei den Richard's

Letzte Woche Samstag bin ich voller Aufregung in meiner neuen Gastfamilie angekommen. Vorher war ich noch mit Thomas und meinem Gastvater Kart fahren. Abends haben wir mit meiner alten und neuen Gastfamilie zusammen Abendbrot gegessen (d.h. mit dem Großteil, Lucas war schon in England auf Klassenfahrt). Die Verabschiedung war für mich ehrlich gesagt richtig hart. Ich konnte ihnen gar nicht mehr richtig in die Augen schauen und hätte fast geheult. Was ich des Übrigen dann auch getan habe, aber erst unter der Dusche. Diesmal habe ich mich gar nicht bereit gefühlt zu wechseln, auch wenn das schon lange geplant war.
Meine neue Familie besteht aus:
Gastvater - Marc-Olivier (genannt Marco)
Gastmutter - Anne
größerer kleine Gastschwester - Camille (16)
kleiner Gastbruder - Aël (13)
kleine Gastschwester - Aziliz (7)
Während der ersten Woche hier hatte ich schulfrei wegen des bac blancs (Abiturvorbereitungsprüfungen). In der 10. Klasse schreibt man eigentlich eine Französischklausur, aber da das zu schwierig für mich ist, habe ich die Englischklausur der 12. Klassen mitgeschrieben. Dadurch, dass ich frei hatte konnte ich an allen Familienaktivitäten teilnehmen. Am Montag war ich beim Schlagzeugunterricht von Aziliz und beim Klavierunterricht von Camille, am Mittwoch beim Bassgitarren- und Jazz- Unterricht von Camille und am Donnerstag beim Chor meiner Gastmutter. Am Mittwoch ist eine Freundin meiner Gastmutter angekommen. Meine Gastmutter hatte sich deshalb ab Dienstag freigenommen. So war ich fast nie allein. Am Freitag sind die Großeltern angekommen, weil Aël am Samstag Abend ein großes Konzert hatte. Wir waren alle gemeinsam da (außer Camille). Er spielt Trompete in einem Bläserorchester.
Morgen fängt die Schule wieder an und jetzt sehe ich den Wechsel schon nicht mehr ganz so verkrampft, wie am Anfang. Ich denke mit der Schule stellt sich auch der Alltag wieder ein.

Dienstag, 14. Januar 2014

Alltag

Der Alltag hat sich wieder eingestellt. Nach all dem, was ich in den Ferien erlebt habe, war es schwer, sich wieder an die immer gleiche Routine zu gewöhnen. Aber diese Routine bleibt ja nicht lange, da ich am 25.01.2014 die Familie wechseln werde. Ich habe ehrlich gesagt immer noch angst davor, aber gleichzeitig freue ich mich und genieße meine letzte Zeit in meiner Familie in vollen Zügen. Meine 2 deutschen Freundinnen, die im Umkreis Paris wohnten, sind schon oder bald nicht mehr in Frankreich aber zurzeit wendet sich eigentlich alles zum Positiven. Ich konnte meinen Laptop, der seit Monaten kaputt war endlich reparieren. Und mein Handy, das ich am Samstag in der Schule verloren hatte, wurde mir am Montag von einem unbekannten Jungen wiedergebracht. Ja, da hat es schon Vorteile, wenn das Handy auf Deutsch eingestellt ist und man die einzige Deutsche weit und breit ist.

Sonntag, 5. Januar 2014

Die 2. Ferienwoche

Die 2. Ferienwoche war ich viel unterwegs. Das fing am Dienstag mit Silvester an. Wir haben mit den Reiterhof-Freunden meiner Gasteltern und meines Gastbruders gefeiert. Ehrlich gesagt fühlte ich mich besonders am Anfang äußerst fehl am Platz. Alle kennen sich schon seitdem sie klein sind und gehen zum Teil noch auf die gleichen Schulen. Das Interesse an mir als Ausländerin war auch schon bald weg. Außerdem war ich relativ "underdressed", weil ich nicht wusste, das man sich zu solch einem Anlass wie auf einer Hochzeit anzieht. Am liebsten wäre ich gegangen, aber ich hab es dann doch noch ganz tapfer durchgestanden und zum Schluss wurde es noch echt schön. Wenn ich jetzt "zum Schluss" sage, meine ich nicht um 1 oder um 2, wie bei normalen Silvesterfeiern üblich. Nein, es war um 4, als wir endlich losgefahren sind. Wir Jugendlichen waren schon lange vorher in einen kleinen Nebenraum verschwunden und haben leise geredet, während die Erwachsenen noch getanzt und laut geredet haben. Bevor wir gegangen sind, mussten wir auch noch das Gröbste aufräumen. Um 5 Uhr morgens waren wir dann endlich zuhause. Was mir erst später aufgefallen ist, war das es überhaupt kein Feuerwerk gab. Weder wir haben eins gemacht, noch irgendwer anders. Wir Jugendlichen waren kurz nach Mitternacht draußen und mussten dann auch noch rennen, da die Kinder Klingelstreiche gemacht haben.
Am nächsten Tag bin ich gegen 13 Uhr völlig gerädert aufgewacht. Meine Gastmutter hat mich dann zu meiner Freundin Melanie gefahren. Sie selbst ist mit dem Rest der Familie nochmal zum Festsaal gefahren um mit den Anderen zu Mittag zu essen. Ich habe bei Melanie geschlafen und hatte bei ihr sogar noch ein 2. Silvesteressen. Ihre Eltern sind ziemlich nett, aber das Haus ist leider relativ... wie soll man sagen... unaufgeräumt. Dafür hat sie einen süßen kleinen Hund. Aber von Schlafen konnte bei ihr auch nicht wirklich die Rede sein, denn wir haben bis um 4 Uhr morgens Filme geguckt. (Dann konnte ich nicht mehr.)
Am Donnerstag bin ich dann um 9.30 Uhr mit Melanie aufgestanden, wir haben gefrühstückt und dann hat mich Melanies Mutter direkt zum Bahnhof gebracht. Von dort aus bin ich nach Paris gefahren, wo ich Kao, einen Thailänder, der auch Austauschschüler ist und auf mein Lycée geht, getroffen habe. Wir haben im chinesischen Viertel thailändisch gegessen. Er hat mich eingeladen und es war total lecker! Dann sind wir zum Grand Palais gefahren um dort den Rummel zu besuchen. Die Schlangen waren aber total lang. So konnten wir nur 1 Fahrgeschäft fahren. Das war aber total lustig und insgesamt war es ein sehr gelungener Tag. Auf dem Rückweg haben wir auf seinem I-phone Cyprien geschaut. =D
Von Donnerstag zu Freitag konnte ich das erste Mal wieder normal schlafen, obwohl ich trotzdem früh aufstehen musste, weil mich meine Gastmutter auf dem Weg zur Arbeit zum Bahnhof gebracht hat, damit ich meine Freundin Jana in ihrer Stadt Méru besuchen konnte. Ursprünglich wollten wir ins Kino gehen, das ging dann aber nicht, also haben wir zusammen Macarons gebacken. Sooo lecker! Dann haben wir noch in ihrem Zimmer gesessen und gequatscht. Perfekt <3 Ihre Gasteltern haben kaum Geld, sind aber sehr religiös. Das stellt natürlich einen ganzschönen Kontrast zu meinen Gasteltern dar. Sie mag ihre Gastmutter, aber ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich sehr, sehr glücklich mit meiner Gastfamilie bin =) Jana reist Ende Januar wieder ab. Ich werde sie vermissen und hoffe, dass wir uns wiedersehen.
Am Samstag habe ich dann endlich mal ganz lange ausgeschlafen, eigentlich den ganzen Vormittag. Am Nachmittag habe ich dann die Hausaufgaben, die wir über die Ferien aufhatten gemacht. Ich hatte zwar schon am Montag angefangen, aber es ist echt viel. Also war ein Nachmittag eigentlich zu wenig. Aber Hausaufgaben sind hier ja gottseidank nicht so wichtig ;)
Am Sonntag sind wir zu den Gastgroßeltern gefahren. Sie hatten sogar ein Weihnachtsgeschenk für mich! Ein Parfum und eine Karte. Ich war total gerührt. Und natürlich haben wir mal wieder ein ewiges Mittagessen gehabt und zum Schluss Gesellschaftsspiele gespielt.