Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ferien und Paris

Jetzt bin ich schon seit 2 Monaten hier, die Zeit vergeht immernoch wie im Flug und ich erlebe jeden Tag neue Dinge. In der letzten Woche haben meine ersten französischen Vacances (also Ferien) angefangen. Die ersten Tage verliefen ruhig. Doch ab Mittwoch wurde es wieder spannend. Ich war von Mittwoch bis Samstag in einer anderen Gastfamilie, da meine Gasteltern mit einem anderen Ehepaar in Venedig waren. Dort hatte ich 2 jüngere Gastschwestern, was schon echt toll war. Eigentlich haben wir den Hauptteil der Zeit Gesellschaftsspiele und Wii gespielt aber so konnte ich mal so richtig die Seele baumeln lassen und war trotzdem nicht allein. Am Montag und Dienstag ging es dann zusammen mit 2 deutschen Freunden (Silvia und Jana, die auch von meiner Organisation sind) in die Stadt der Liebe. Uns war nämlich aufgefallen, dass wir, obwohl wir alle in der Nähe von Paris wohnen, noch nicht oft da waren. Also beschlossen wir kurzerhand ein bisschen Sightseeing zu machen. Montags haben wir das Louvre, das Centre Pompidou besucht und die Galeries Lafayette besucht. Ehrlich gesagt, war ich ein kleines bisschen entäuscht von der Mona Lisa. Sie ist wirklich klein und nicht sonderlich spektakulär. Gut war aber, dass es in allen Museen und beim Arc de Triomphe freien Eintritt hatten, da wir noch unter 18 sind. Am Dienstag wollten wir eigentlich das Musée d'Orsay besuchen, dass dann aber leider geschlossen hatte. Stattdessen sind wir durch die Straßen gebummelt, waren noch mal beim Eiffelturm und in einem wunderschönen Park. Am Nachmittag gings dann zur Sacre Coeur, die etwas außerhalb gelegen ist, aber einen wunderbaren Ausblick bietet. In der Kathedrale habe ich sogar eine Kerze für jemanden sehr wichtigen, der Anfang diesen Sommers von uns gegangen ist, angezündet. Am Place de Tertre (Montmatre) haben wir uns dann ein paar wunderschöne handgemalte Bilder von Paris gekauft. Ich habe sogar mit dem Verläufer verhandelt und damit den Preis gedrückt. Wir haben aber auch wirklich viel gekauft. Abends waren wir dann noch auf oben schon erwähntem Arc de Triomphe. Dort brauchten wir dann die Begleitung eines Erwachsenen, um hoch zu kommen. Also haben ich ein deutsches Touristenpaar angesprochen, dass gottseidank ausgesprochen nett war, und sich als unsere Eltern ausgegeben hat. So waren wir dann gerade noch rechtzeitig zum Ende des Sonnenuntergangs auf dem Arc de Triomphe und konnten den Champs-Élysées von oben bewundern.
Leider vergingen die Tage viel zu schnell und endeten jedes Mal mit dem Gerenne nach der Richtigen Metro und der RER. Das ist übrigens wirklich eine Katastrophe. Schlimmer als in Deutschland. Da werden einfach mal alle aus dem Zug rausgeschmissen, an gruseligen Bahnhöfen, weil nichts mehr läuft, Bahnhöfe, die ganz normal auf dem Plan stehen, werden ausgelassen, Gleise werden nach Lust und Laune geändert und manchmal fährt dann auch einfach gar nichts mehr.
Aber das alles konnte mir natürlich nicht die Freude an diesen beiden wunderschönen Tagen nehmen, die eindeutig zu den besten meines Lebens gehören.





Das Louvre

Der Innenhof des Louvres mit den Pyramiden


Ein Maler im Louvre


Die Mona-Lisa. Wie ihr seht, wirklich nicht sonderlich spektakulär.


afrikanische Kunst
Dum-Dum aus "Nachts im Museum"





Wie hell das Gold glänzt


Die Galeries Lafayettes

neben dem Musée d'Orsay

Der Park hinterm Louvre

Wir hatten wirklich wunderbares Wetter


Ein sehr natürliches Haus mitten im grauen Paris

La Tour Eiffel

Postkartenbild <3

Sacre Coeur

Sacre Coeur neben einem Regenbogen


L'Arc de Triomphe

Der Ausblick vom Arc de Triomphe


Oh Champs-Élysées
Gar nicht gefährlich oder so.

Die Bilder, die ich gekauft habe

Montag, 14. Oktober 2013

Disneyland und Fliegen

Ihr könnt es euch sicher schon denken, ich hatte mal wieder ein wahnsinnig aufregendes Wochenende. Am Samstag hatte ich diesmal keine Schule, stattdessen ging es zusammen mit den anderen Austauschschülern im Raum Paris (darunter 2 andere Deutsche) nach Disneyland. Ich wurde natürlich direkt wieder zum Kind, als ich Mickey, Daisy und Co gesehen habe und das Schloss erst... Das Beste waren für mich natürlich die Achterbahnen aber es wäre nur halb so schön gewesen, wären da nicht noch die 2 anderen Deutschen. Zusammen mit ihnen und einem Gastruder des einen Mädchens sind wir durch den Park gelaufen und haben nonstop Deutsch geredet. (Der arme Gastruder hat natürlich kaum was verstanden.) Ich glaube ich habe in meiner ganzen Zeit hier in Frankreich nicht so viel geredet, wie an diesem Tag. Es ist einfach wunderbar sich mit Leuten auszutauschen, die genau das gleiche durchmachen und erleben und endlich mal in einer Sprache zu reden, in der man alles ausdrücken kann. Dabei haben wir gemerkt, dass unser Deutschniveau doch schon stark gesunken ist. ^^ Die Hin- und Rückfahrt musste ich allein managen aber das war recht einfach durch die Vorbereitungen meines Gastvaters und meinen Berlinerfahrungen.
Am Sonntag ging es dann mit meinem Gastvater im Flugzeug zu Freunden der Familie, die an der Loire wohnen. Der Rest meiner Gastfamilie war schon am Samstag dorthin gefahren. Beim ersten Versuch mussten wir nach ca. 3/4 der Strecke wieder umkehren, weil die Wolken zu tief waren, sodass wir kaum etwas sehen konnten. Eine halbe Stunde später konnten wir aber glücklicherweise zum 2. Versuch ansetzen, da die Wolken sich weitesgehend verzogen hatten. Bei den Freunden haben wir dann Mittag gegessen (es war schon nach um 3 aber egal) und sind danach gleich wieder aufgebrochen. Eigentlich wollte mein kleiner Gastbruder beim Rückflug mitfliegen (und ich wäre dann mit im Auto zurückgefahren). Er wollte dann allerdings doch lieber ein bisschen länger dort bleiben und dadurch bekam ich die Chance auch auf dem Rückflug mitzufliegen. Und ich war so froh darüber, denn wir haben noch einige der berühmten Loireschlösser von oben sehen können. Es ist wirklich eine wundervolle Gegend. Am Abend war ich dann vollständig geplättet von diesem wirklich fantastischen Wochenende. Aber das war es auf jeden Fall wert. =D









Sonntag, 29. September 2013

Der erste Monat

Vor genau einem Monat, am 29.08.2013 saß ich im Flugzeug, voll Vorfreude aber auch voll Zweifel und Angst und jetzt ist der erste Monat vorbei, ein Zehntel meiner Zeit in Frankreich. Unfassbar. Die Zeit ist so schnell vergangen. Und ich habe so viel erlebt, so viel gelernt, gelacht, geweint. Ja, jetzt nach einem Monat kann man die Sache schon ein bisschen besser realisieren. Französisch spreche ich natürlich immer noch nicht perfekt aber im Grunde kann ich fast alles ausdrücken, was ich sagen möchte. Und ich verstehe auch den Hauptteil, wenn man langsam und deutlich mit mir spricht. In der Schule ist es natürlich etwas schwerer mit den ganzen Fachbegriffen, aber ich gebe mein Bestes. Die Lehrer haben auch relativ viel Verständnis und meine Freunde glücklicherweise auch. Also schlage ich mich ganz gut durch. Und ich habe es auch schon geschafft 2 der 5 wichtigsten Regeln im Auslandsjahr zu brechen:

no Drugs
no Drinking    
--> Ein Schluck Champagner oder Wein wird ja wohl erlaubt sein, oder? ;) Aber keine Sorge, richtig betrunken war ich wirklich noch nicht. Mit einem Schluck meine ich auch wirklich nur einen kleinen Schluck.
no Dating
no Driving
--> Uns wurde beim Wochenende in Paris richtig eingebläut, dass wir kein elektrisches Fahrzeug fahren dürfen, und sei es auch nur Autoscooter. Tja, ich bin letztens Rasenmähertraktor gefahren. Es war einfach genial =D
no Travelling

Aber das sind alles nur kleine Verstöße, die eh niemanden interessieren. Letztendlich bin ich auch hier um Spaß zu haben und den habe ich. =D

Montag, 16. September 2013

Ein wunderbares Wochenende

Heute kann ich euch endlich von meinem Wahnsinns-Wochenende berichten. Im Grunde fing es relativ normal an: Ich musste zur Schule. Auf dem Weg zu meinem Raum musste ich auf einmal schrecklich Husten. Allen Anderen um mich herum ging es aber genauso. Im ganzen Flur hörte man es Husten. Unsere Lehrerin erklärte uns dann, dass ein Schüler irgendein Gas in die Flure geleitet hatte und dass wir aber ganz normal weitermachen. Der Unterricht (Kunst übrigens)  war dann auch relativ normal, wenn auch oft durch Husten unterbrochen. Von der Schule aus fuhr ich dann mit meiner Gastmutter zum Reiterhof auf dem anlässlich eines Geburtstags gegrillt wurde. Mein kleinerer Gastbruder (der dort reitet) und mein Gastvater (der auch manchmal dort reitet)  waren schon da. Nach dem Mittagessen ging es kurz nach Hause, damit wir uns schick machen konnten und dann los zur Hochzeit von irgendwelchen Verwandten meiner Gastmutter. Es war das 1. Mal, dass ich auf einer Hochzeit war (Ich war zwar schon bei der Hochzeit meiner Eltern aber da war ich erst wenige Monate alt.) und es war einfach fantastisch! Es gab seltene und typisch französische Speisen, schöne Bräuche und natürlich ein wunderschönes Brautpaar. Sogar eine Tischplatzierung hing an der Wand und ich habe mich riesig gefreut als ich meinen Namen auf der Liste des Jugendlichentisches gefunden hatte. Die Hochzeitstorte gab es erst nach dem wirklich guten 4-Gänge Menü. Ich glaube ich habe noch nie so viele seltene und teure Dinge gegessen (auch wenn mir manches nicht ganz so gut geschmeckt hat wie z.B. die Wachtelbrust). Zwischen den Gängen wurde viel getanzt, hauptsächlich zu Gute-Laune-Musik und es gab eine wunderschöne und lustige Video und Dia-Show. Leider war ich (wie sooft) sehr müde an diesem Abend/ in dieser Nacht und deshalb froh, als wir dann kurz vor 3 Uhr morgens (endlich) aufgebrochen sind. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich mein kleiner Gastbruder manchmal ganzschön nervt aber als er in dieser Nacht im Auto an meiner Schulter eingeschlafen ist war alles vergessen. Er ist so süß wenn er schläft.
Am Sonntag sind wir dann erst spät aufgestanden. Während mein Gastvater meinen kleineren Gastbruder zu einem Reitturnier begleitete, besichtigte ich zusammen mit meiner Gastmutter und meinem größeren Gastbruder am Nachmittag ein wunderschönes Schloss (château). Danach hat mich mein Gastvater zu einem Flug in einem kleinen Motorflugzeug mitgenommen. Er fliegt hobbymäßig. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst und war total aufgeregt, da es mein erster Flug in so einem kleinen Flugzeug war. Aber es war wunderschön, besonders als ich unser Dorf von oben sehen konnte. Zwischendurch durfte ich das Flugzeug sogar selbst steuern. Das war einfach Wahnsinn! Am Ende unseres Fluges ging die Sonne unter. Das war einer dieser unbeschreiblich schönen Momente für mich. Die Zeit da oben verging natürlich wie im Flug und ich war traurig, als wir wieder landen mussten. Da wir wieder einmal spät nach Hause kamen gab es zum Abendbrot ausnahmsweise etwas von McDonalds. Übrigens das 1. Mal, dass ich am „Drive Inn“-Schalter war.
Ich merke grade wie viele „Zum-ersten-Mal-Momente“ ich hier habe während ich vor einigen Wochen viel zu viele „Das-letzte-Mal-Momente“ hatte. Am Endes des Wochenendes fragte mich meine Gastfamilie: „Ça t’as plaît?“ (Hat es dir gefallen?).Und ich habe nur „Oui, merci beaucoup.“ gesagt. Obwohl gefallen gar kein Ausdruck ist. Ich habe dieses Wochenende geliebt. Es war einfach perfekt.

Jeder Jugendliche hat Smarties mit den Namen der Eheleute bekommen.
 
Château Vaux-le-vicomte
 

Welch ein Ausblick. Der schönste Garten der Gegend.
 
Das Flugzeug und ich
 
Sonnenuntergang

Sonntag, 8. September 2013

Die 1. Woche in Frankreich

Meine erste Woche hier ist vorbei und ich kann es kaum glauben. Einerseits verging die Zeit (grade im Rückblick) sehr schnell aber andererseits fühlt es sich an, als ob ich schon viel länger hier wäre. Gestern und heute hatte ich dieses typische lange französische Essen. Am Samstag waren wir bei meinen Gastgroßeltern und haben gegessen, gegessen und gegessen. Wir saßen über 3 Stunden am Tisch. Für mich war das ziemlich anstrengend, nicht nur wegen dem ganzen Essen. Natürlich wurde auch viel geredet. Schnell und durcheinander. Ich konnte dem leider nicht immer folgen. Trotzdem war es ein sehr schöner Nachmittag. Heute hatte ich das Gleiche nochmal bei anderen Verwandten. Langsam merke ich, wie ermüdend es ist, die ganze Zeit eine Fremdsprache zu hören und zu sprechen. Aber im Grunde hat mir meine erste Woche hier sehr gut gefallen. Es gibt zwar immer ein paar Punkte die einem nicht so gefallen aber die gibt es ja immer.

Donnerstag, 5. September 2013

französischer Unterricht

Heute war mein zweiter richtiger Schultag. Gestern hattern wir frei. Und es ist echt hart. Also der Stoff, den wir durchnehmen ist sehr einfach. In Mathe haben wir geometrische Formen, in Geografie Maßstäbe und in Englisch sowas wie "Wo wohnst du? Was willst du mal werden? Hast du Geschwister? Was machen die?", also über sich selbst reden. Das hatte ich alles in der Grundschule. Ich meine es kann doch nicht sein, dass die französischen Schüler jeden Tag bis abends in der Schule sitzen, teilweise (wie ich) sogar Samstags Unterricht haben und trotzdem so wenig können. In Englisch hat die Lehrerin irgendwann nur noch Französisch gesprochen, weil die Anderen nichts verstanden haben. Und das in der Seconde (10. Klasse). Für mich ist es natürlich trotzdem sehr schwer, weil ich ja nichtmal die Lehrer richtig verstehe. Ich finde das französische Schulsystem auch ganzschön hart. Ich meine, ich bin heute um 19 Uhr nach Hause gekommen und hatte auch noch Hausaufgaben. Ich hoffe, dass ich bald mehr verstehe. Dann wird der Unterricht wirklich leicht. Ich finde es auch ein bisschen komisch, dass die Lehrer generell überziehen und wenn es klingelt alle zu ihrem Raum laufen. Meistens fängt der Unterricht deswegen 10 Minuten später an, anders als in Deutschland, wo jeder in seinem Raum sein muss, wenn es klingelt. Ich dachte auch, dass die Schule klein sein wird, da ja nur 3 Jahrgänge da zur Schule gehen, aber nein ich habe 11 (!!!) Parallelklassen. Die Schule ist also größer als meine in Deutschland, auf die 8 Jahrgänge gehen. Morgen habe ich meine erste Deutschstunde. Ich bin mal gespannt, was sie da so machen.

Die Eingangshalle meiner Schule
 und auch der Ort, an dem man in Freistunden abhängt

Dienstag, 3. September 2013

Schule

Heute war mein 1. Schultag in Frankreich. Ich bin in  der Seconde (das entspricht der 10. Klasse in Deutschland). Die Anderen sind also 1 Jahr jünger als ich. Aber das Gute ist, dass die Seconde das 1. Jahr am Lycée ist, d.h. alle anderen sind auch neu und das Niveau ist nicht so hoch. Jetzt kenne ich schon ein Mädchen, das bei mir in der Nähe wohnt. Unsere Eltern sind auch befreundet, d.h. ich kann mir ihre Aufzeichnungen kopieren. Außerdem habe ich Mélanie kennengelernt. Sie hat sich nach der 1. Pause neben mich gesetzt, obwohl sie vorher neben einem anderen Mädchen saß. Sie ist trés chouette (sehr nett) und hat mir ein paar Sachen mit einfacheren Worten erklärt. Ich werde ihr dann in Deutsch helfen =) Also alles in allem war das ein sehr schöner 1. Schultag.



Ein Heft mit Infos über die Schule, Stundenplan,
Zettel, die man ausfüllt wenn man krank war ect.
meine Bücher



Die Hefte hier sind irgendwie eine Mischung aus liniert und kariert.

Die Essenskarte =D